Skulptur an der Ausstellung „WAS WIRD“ von Elisabeth Haag
Mit Elisabeth Haag, Franziska von Arx, Felix Bertschin und Simon Haag
Lichtdesign: Raphael Zehnder
Vier Kunstschaffende haben sich zusammengefunden rund um die Plastiken von Elisabeth Haag. Sie zeigt Plastiken und Reliefs aus Gips, Holz und Metall. Die beiden Schauspieler Franziska von Arx und Felix Bertschin umkreisen die Arbeiten mit Texten und Gedichten. Simon Haag untermalt, erweitert, ergänzt mit der Djembe die Perfomance.
Als ‚roter Faden‘ liegt ein Text von Elisabeth Haag zu Grunde, in dem sie sich an das Werden einer Plastik, den Prozess der Entstehung herantastet – an das ‚Was wird‘.
Durch Lichtinstallationen entsteht eine Dramatik, die Form – Wort – Klang verbindet.
Aufführungen:
Mittwoch 15. März 2017, 19:00 Uhr
Donnerstag 16. März 2017, 19:00 Uhr, Von 11.00 bis 18.00 Uhr können die Plastiken besichtigt werden.
Zwei Selecon-Profiler beleuchten die Szenerie im 1. Stock vom Haus Konstruktiv ZH
9. Februar bis 7. Mai 2017
Das Museum Haus Konstruktiv startet sein Jahresprogramm 2017 mit einem Ausstellungsblock zu britischer Kunst.
Cerith Wyn Evans (geb. 1958 in Llanelli, Wales, lebt und arbeitet bei London) begann seine künstlerische Karriere in den 1980er Jahren mit Musikvideos und experimentellen Kurzfilmen. Mittlerweile ist er nicht nur als Filmemacher, sondern auch als Bildhauer und Konzeptkünstler bekannt. In seinen formal reduzierten Installationen kommen oftmals Texte, Spiegel, Pflanzen, Filmprojektionen, Feuerwerkskörper und andere Lichtquellen wie Neonobjekte und -schriftzüge zum Einsatz. Licht und Sprache sowie deren Wahrnehmung durch die Rezipienten bilden Kernthemen in Evans’ Schaffen, das eine Vielzahl von Referenzen zur Literatur, Philosophie und Musik, zum Film und zu Werken anderer bildender Künstler aufweist.
Für die Eingangshalle des Museum Haus Konstruktiv hat Evans eine von der Decke herabhängende Leuchtstoffröhren-Installation konzipiert, deren filigrane Form auf die präzise formalisierten Bewegungen des traditionellen japanischen Nō-Theaters zurückzuführen ist. Sie zeigt eine Verdichtung komplexer Linien, die die Übergänge der verschiedenen theatralischen Bewegungsabläufe und Gangarten wiedergibt. Daneben ist eine grossformatige Klangskulptur zu erleben, bestehend aus 19 gläsernen, radial angeordneten Flöten, in die über durchsichtige Schläuche Luft geblasen wird. Der durch verschiedene Intervalle gekennzeichnete Sound wird von unterschiedlichen Lautstärken, Höhen, Tiefen und Verdichtungen getragen, welcher das Erlebnis im Raum jedes Mal unterschiedlich gestaltet.
Im ersten Stock wird die neu produzierte, ortsspezifische Arbeit «Still life (In course of arrangement …) 0» gezeigt: Zwei Kentia-Palmen drehen sich langsam auf Plattentellern, ein von der Decke hängendes Ensemble aus Farn, Ingwer- und Bananengewächsen erinnert an das Schweben der Werke im unteren Stockwerk. Sound durchdringt den Raum und zwei Scheinwerfer setzen das konstruierte Setting stimmungsvoll in Szene. Mit den Palmen rekurriert Wyn Evans auf den Künstler Marcel Broodthaers (1924–1976), der die exotische Pflanze als Verweis auf die Kolonialgeschichte seiner Heimat Belgien einsetzte.
Parallel zur Einzelschau von Cerith Wyn Evans präsentieren wir in separaten Einzelausstellungen zwei weitere britische Kunstschaffende. Während Marlow Moss als eine der wenigen weiblichen Vertreterinnen der konstruktiven Malerei die klassische Moderne mitprägte, zählt Andrew Bick zu den bedeutendsten, in der Tradition der konstruktiven Kunst arbeitenden Malern der Gegenwart.
Vom 17. Dezember bis zum 15. Januar 2017 führte das Philosophicum im Ackermannshof unter dem Titel IKONOSOPHIA (Weisheit des Bildes) in der Druckereihalle eine Ausstellung mit russischen Ikonen sowie mit ausgewählten Werken aus der zeitgenössischen, russischen Kunst durch (Kuratorin: Nina Gamsachurdia).
Die Ikonen wurden in der Druckereihalle in extra eingebauten sechseckigen schwarzen Ausstellungräumen gezeigt. Wir installierten eine ausgeklügelte Beleuchtung. Durch Öffnungen in der Decke dringt Licht von LED-Scheinwerfern durch diffuse Leuchtfolien in den Raum- die Ikonen werden schattenlos und gleichmässig beleuchtet. Die Räume sind bewusst dunkel gehalten, damit die Ikonen in ihrem eigenen Licht „leuchten“ können.
Im Vorraum installierten wir eine Videoprojektion. Die innen ausgestellten Ikonen können so schon im Aussenraum auf der weissen Steinwand betrachtet werden.
–
Photo: Dominik Asche; Komponist Billy Johnny Bultheel mit Performerin.
Im Auftrag der Kunsthalle Basel konnten wir für die Performancekünstlerin und ihr Team die gesamte Tontechnik realisieren. Die Performancekünstler wurden drahtlos mit Körpermikrofonen ausgestattet, die Beschallung erfolgte über ein Haupt-PA in der grossen Halle und 8 kleinere Aktiv Monitore (Genelec), verteilt in den drei Ausstellungsräumen. Die Mischung erfolgte mit einem Motu Ultralite AVB. Zuspieler war ein Mac Mini. Die Funkempfänger von Sennheiser und AKG.
Die Technik wurde komplett im Boden verstaut, lediglich die Lautsprecher waren für das Publikum sichtbar.
Verstärker und Technik sind komplett unter dem Boden
Ausschnitt aus dem Ausstellungstext:
(…) Die gleiche, mögliche Einflussnahme des subjektiven Willens gibt es auch in der Musik, die das Stück begleitet. Zum einen gibt es Kompositionen, die sich aus klassischen Musikgenres wie Marsch, Ballett oder Walzer bedienen, und den Raum erfüllen, auch wenn die Performances nicht statt finden. Hinzu kommen Klänge, die den verschiedenen Figuren als «Thema» zugeordnet sind. Sie wurden den Performerinnen und Performern auf Smartphones aufgespielt und können direkt von ihnen gesteuert werden. Eine Darstellerin kann ihr Smartphone auf den Nacken eines anderen Akteurs drücken, es an ihr eigenes Handgelenk halten oder an ihren Bauchnabel legen: An diesen Stellen übertragen drahtlose Mikrofone, die wie medizinische Apparate auf die Körper banda- giert sind, Geräusche und beschallen damit den Raum. Die Musik der Performance besteht aus verschiedenen Schichten, die bis- weilen sogar von den Zusehenden, die zugleich auch Zuhörende sind, beeinflusst werden, indem sie die Performerinnen und Performer eventuell dazu inspirieren, die Tonelemente neu anzuordnen. Zum Beispiel, selbst wenn die Performance eines bestimmten Tages der Liebhaberin zugeordnet sein sollte, können andere Figuren ihre Smartphones benutzen und spontan die ihrer Figur zugewiesenen Klänge abspielen. Sie verändern dadurch, in wessen Hand das Stück gerade liegt und wer im Zentrum des Geschehens steht.
Photo: Dominik Asche; Eine Performerin in Aktion. Ein angeklebtes Lavaliermikrofon ist am Oberarm sichtbar.Motu Ultralite AVB Audiosteuerung als Zentrale